74-jährige lernt 3 neue Sprachen (und verrät ihr Geheimnis)

Als Fachberaterin bei HSE hat man mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun, mit den verschiedensten Lebenssituationen, und somit auch mit extrem unterschiedlichen Gründen, um eine neue Sprache zu lernen. 


Es ist immer spannend!


Vor ziemlich genau 3 Wochen ist eine Mail im HSE-Postfach gelandet die mir die Sprache verschlagen hat…


Es handelt sich um eine energetische Dame im zarten Alter von 74 Jahren....


Sie kommt aus dem Kreis Heinsberg, in der Nähe der Niederländischen Grenze.

Sie hat mir davon berichtet, wie sie in den letzten 2 Jahren ganze drei Fremdsprachen so gut gelernt hat, dass sie sich auf ihren Reisen ohne Probleme verständigen kann.


Das ist schon nicht schlecht... Doch jetzt kommt der Hammer, der mich von den Socken gehauen hat:

 

Bis vor 2 Jahren hat sie nur Deutsch gesprochen! Und da war Heike 72 Jahre alt!!!


Als ich nach einigem Hin- und Herschreiben erfuhr, dass sie nur ca. 45 Minuten von mir entfernt wohnt, habe ich sie geradezu um ein Interview angebettelt. Ich musste ihre Geschichte unbedingt ganz genau aus ihrem Mund hören.


Heike war einverstanden, also machte ich mich auf dem Weg zu ihr...

Für eine "Sprachlern-Süchtige" sieht Heike (links) sehr fit aus. Daniela vom HSE Berater-Team beim Hausbesuch.

Daniela von HSE: Danke, dass ich vorbeikommen durfte, um dir im Namen von allen HSE-lern Löcher in den Bauch zu fragen... Meine erste Frage wäre direkt: Wie kann es sein, dass du mit 72-Jahren deine erste Fremdsprache lernst? Und wie hast du es dann auch noch geschafft, dass du dich nach nur zwei Jahren, in 3 Fremdsprachen überzeugend ausdrücken kannst? (Anm.: Ich hatte die Gelegenheit, mit ihr auf Französisch und auf Englisch einen Smalltalk zu halten. Und sie ist tatsächlich schon sehr gut)



Heike: Gerne. Gute Frage. Ich wohne seit über 30 Jahren hier. Und wenn du 10 Minuten die Straße runterläufst, dann bist du ganz offiziell in den Niederlanden. Da passiert es ganz automatisch, dass man auch viele Holländer und gemischte Haushalte im Freundeskreis hat. Ich fand es immer etwas beschämend, dass alle von meinen Niederländischen Bekannten mit mir Deutsch sprechen können - ich aber überhaupt kein Niederländisch verstand. Das hat mich über Jahrzehnte ein bisschen gewurmt. Auf der anderen Seite bin ich wohl von meiner damaligen Klassenlehrerin gebrandmarkt. Ich bin in der DDR aufgewachsen und da wurde Russisch als Fremdsprache gelehrt. Ich erinnere mich an sehr strengen Unterricht, viel Geschrei und ständige Angstzustände, sobald die nächste Russisch-Stunde näher rückte. Diese Erfahrungen haben mir wohl fast mein ganzes Leben den Eindruck hinterlassen, dass Sprachen und Heike nicht zusammen passen (lacht).

 

Daniela von HSE: Kann ich verstehen. Was ist vor 2 Jahren passiert, dass es diese Sprachlern-”Explosion” bei dir gab?

 

Heike: Ich denke, es hat bei mir genauso wie bei den meisten HSE-Nutzern angefangen... Ich habe im Internet gesurft und habe diese HSE-Werbung mit diesem komischen Schädel gesehen (lacht). Ich bin immer offen für Neues. Und so habe ich mir mit Interesse die Infos über eure Methode angesehen. Und dann habe ich mir alle Lerninhalte zugelegt. Anfangs war ich schon etwas überrascht über den doch ziemlich ungewöhnlichen Ansatz. Doch spätestens seit ich den Sprachlern-Turbo durchgegangen bin, bin ich Feuer und Flamme. Ich benutze diese Mnemo-Techniken in jeder freien Minute. Manchmal bremst mich mein Mann sogar etwas, weil ich es doch manchmal ein Bisschen übertreibe. Ich kann davon einfach nicht genug bekommen.

Heike ist übrigens auch süchtig nach ihren selbst gemachten Milch-Shakes (ich neuerdings auch).

Daniela von HSE: Ja, das mit dem "Ich bin geradezu süchtig nach Sprachen" in deiner Mail hat mich besonders hellhörig gemacht. Wie kann das sein?

 

Heike: Ich denke, ich bin ein Knobler. Habe immer gerne und viele Rätsel gelöst. Und ich habe gemerkt, dass mir das Sprachenlernen mit Mnemo-Techniken denselben Kick gibt. Plus: Bei einem Rätsel hast du ja keine Befriedigung, außer das Rätsel gelöst zu haben. Und hier darf ich knobeln und lerne “ganz nebenbei” rasant Sprachen. Wenn du dann auch noch merkst, wie dir das Ganze immer schneller von der Hand geht… Ja dann ist es  jedenfalls für mich manchmal echt schwer aufzuhören.... Ich denke mir dann "Komm... eine Vokabel machst du jetzt noch”... Dann fällt mir wieder eine super lustige Mnemo ein... Und dann will ich noch mehr machen.... Mein Rekord waren fast 120 neu gelernte Vokabeln an einem einzigen Tag, die ich am nächsten Tag wieder abrufen konnte. Für eine 74-jährige ist das glaube ich nicht schlecht.


Daniela von HSE: Haha... das kann man wohl so sagen.


Heike: Ich glaube, dass ich schon so eine kleine Sucht entwickelt habe... Ich könnte den ganzen Tag Mnemos erfinden und dann damit blitzschnell Vokabeln mit Anki üben. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass ich jede Woche gefühlt doppelt so viel im Holländischen verstehe. Nach einem halben Jahr konnte ich alle meine Niederländischen Bekannten schwer schockieren mit meinem plötzlichem Niederländisch (lacht). Ein paar von denen machen übrigens jetzt auch HSE. Nebenbei erwähnt, bin ich auch schon ziemlich weit mit Englisch und Französisch.


Daniela von HSE: Das ist der Wahnsinn! Ich glaube deine "Sucht" ist ausnahmsweise mal eine gesunde. Wenn man Spaß an etwas hat, dann darf man sich ja auch mal in was reinsteigern. Sprachen lernen hat ja nur Vorteile. Das kann man schlecht "überdosieren".


Heike: Ja da hast du Recht. Jetzt müssen wir das nur noch meinem Mann klarmachen (lacht) . Der findet ja, dass ich es übertreibe mit meinem "Sprachenwahn". Ganz nebenbei hat mich auch noch dieser eine Artikel von euch zusätzlich motiviert. Der, in dem es darum geht, wie lebenslanges Sprachenlernen sogar Demenz-Erkrankungen vorbeugen kann.


Daniela von HSE: Das stimmt! Ich denke, deine Leidenschaft für die Sache ist ein echter Selbstläufer, um jede Sprache der Welt zu lernen. Und du beweist, dass es noch nichtmals vom Alter abhängig ist. Welche Tipps hast du für die anderen HSE Nutzer, um eine ähnliche Begeisterung zu entwickeln und ähnliche Erfolge zu erleben?


Heike: Nun, ich würde sagen, dass es zuallererst darum geht, den Prozess zu lieben. Die meisten machen heute ja alles nur mit dem Endziel vor Augen. Wortschatzaufbau ist das A und O. Und mit HSE macht genau das richtig Spaß und es ist eine Freude zu erleben, wie man jeden Tag immer mehr und schneller lernt - und dementsprechend immer mehr in der neuen Sprache versteht. Dann habe ich am Anfang den Fehler gemacht, dass ich die Anki-Selbstbewertungs-Knöpfe nicht so verwendet habe, wie man es sollte. Die Übersicht über die richtige Anwendung der Knöpfe hat mir wirklich geholfen, den Wortschatz schneller zu geistig zu verankern. Dann ist die Sache mit Mnemo-Techniken nicht zu unterschätzen. Vor allem die Schlüsselwort-Methode. Die meisten Anfänger (inklusive mir selbst früher) denken sowas wie "Ach.... das ist ja gut und schön... Aber das kann man ja nur für einen Teil des Vokabulars benutzen. Für die meisten Wörter kann man gar kein Schlüsselwort finden.” Das stimmt aber nicht! Wenn mir mal nichts einfällt, dann denke ich an eure Worte, wie es die Meister in Mnemo-Techniken immer schaffen, aus jeder Vokabel eine Mnemo zu bauen. Ich bin jetzt selbstbewusst, dass mir immer etwas einfallen wird. Und das tut es mittlerweile auch. Und das macht richtig Spaß! Es ist vielleicht ein etwas komischer Vergleich... Aber als Hobby schnitze ich kleinere Stücke, wie Schmuck, aus Holz. Mit der Erfahrung sieht man nicht mehr einfach nur ein Stück langweiliges Holz. Sondern man sieht in jedem einzelnen Stück  all die Formen, Figuren und Gegenstände, die daraus entstehen können. So ähnlich ist es jetzt mit jeder neuen Vokabel und jeder neuen Mnemo, die ich entwickle. Ich weiß, dass in jeder Vokabel ein Schlüsselwort steckt, oder eine andere Merktechnik. Ich glaube, darin liegt dieser Suchtfaktor für mich: Einfach immer das nächste kleine Rätsel zu lösen. Und die Belohnung ist die Anerkennung der Menschen dafür, dass ich in so kurzer Zeit Sprachen lernen kann. Besonders der Sprachlern-Turbo hat mir sehr geholfen. Ich habe mir, wie beschrieben, in den 5 Tagen jeden Tag 1 Stunde Zeit genommen. Und was soll ich sagen: Dadurch wird man tatsächlich so richtig fit gemacht in Mnemo-Techniken. Vor allem was die Schlüsselwort-Methode angeht. In der Schnellstarter Videoserie gab es mir zum Beispiel viel zu wenig praktische Beispiele. In dem Turbo-Kurs aber wird das ganze sehr detailliert erklärt, mit vielen, verständlichen Beispielen. Ich glaube dieser Kurs hat letzten Endes Schuld daran, dass ich total fanatisch darin geworden bin, Sprachen zu lernen. Oder, um es wie ihr zu sagen, "Sprachen zu erschließen".


Daniela von HSE: Das sind klasse Tipps! Und ich unterschreibe alles zu 100%. Danke, dass du dir für uns Zeit genommen hast.


Heike: Aber gerne doch.

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